RSS

Sinnlos: WordPress 2.6 und Google Gears Implementation

Sinnlos: WordPress 2.6 und Google Gears Implementation

Nunja… die Einbindung von Google Gears in WordPress war wohl eher mehr aus Marketinggründen passiert, als dass es echte Vorteile mit sich bringt.

Google Gears soll eigentlich dazu dienen Abläufe asynchron im Hintergrund zu bewältigen und damit Webseiten schneller und teilweise sogar offline zu nutzen. Eine tolle Sache also.

Bei WordPress hat man sich jedoch auf das simpleste Feature von Gears beschränkt und nutzt google Gears damit nur als verbesserten Cache Storage. Hey… aber das konnte mein Firefox auch ohne Google Gears. Es werden jediglich statische Dateien ausgelagert, sodass der Admin diese direkt vom Rechner lädt – wie das Caching vom FF eben.

Toll Jungs! Das habt ihr aber sauber hinbekommen – Ein Feature das von Hause aus dabei ist, nochmal extra zu verpacken. Sogar der Internet Explorer beherrscht das Caching.

Die Jungs vom Google Gears Blog schreiben auch über die Einbindung von GG in WordPress, zitieren dabei aber auch nur einen Entwickler von WordPress mit den Worten:

Currently WordPress implements Gears support in a somewhat “non-traditional” way. It uses only the local storage to cache all static files from the admin interface on the user’s computer, eliminating needless requests to the server and improving page load speed, quite significantly in some cases.

Zusammenfassend heißt das also:

  1. WordPress wird durch Google Gears nicht schneller (wenn vllt. marginal)
  2. Der Admin ist der einzige der davon was hat
  3. Die Performance, die normale WordPress Installationen in die Knie zwingt, sind nach wie vor die Plugins, die serverseitig ausgeführt werden, woran auch Google Gears nichts ändert.
  4. Es ist eher ein Marketing-Aspekt: WOW WordPress kann auch Gears.

Das ganze reiht sich also in die Liste der anderen neuen Features von WordPress 2.6 ein und man kann sagen, dass das Upgrade auf 2.6 eigentlich derzeit überhaupt keinen guten Grund bietet – Frank hat dies bereits auch festgestellt.

Ich möchte betonen, dass ich Google Gears und die Idee die dahinter steckt wirklich gut finde. Aber wenn man es so stiefmütterlich wie bei WordPress derzeit einsetzt, kann man sich den Spass auch locker sparen. Jedenfalls wenn man als Programmierer effektiv arbeiten möchte.

Popularity: 28% [?]

Gleich bookmarken:
  • Digg
  • Sphinn
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • LinkArena
  • Live
  • MisterWong.DE
  • BlinkList
  • Furl
  • Spurl
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • YahooMyWeb

Werbung:


, , , , ,

This post was written by:

Ronny - who has written 346 posts on Ronny’s Blog.


Contact the author

2 Comments For This Post

  1. 7162 (1 comments) Says:

    Ich hab es mir ja fast schon gedacht, aber vielen Dank für deinen Beitrag, der die etwas verklärende Beschreibung von WP ins rechte Licht rückt.
    Es ist also wirklich nichts als Marketing, was ich so nicht von WP erwartet hätte, muß ich sagen.

  2. Nottebrock (1 comments) Says:

    Wirklich sehr schade. Und ich dachte, man könne nun tatsächlich offline im Backend arbeiten. Wie ein Blöder hab ich (bei mir) nach Fehlern gesucht, warum denn nun die gecachten Seiten nicht auch offline gezeigt werden. Immerhin wartet Gears im Verborgenen mit Dateien, wie “localserver.db” und “permissions.db” auf.

    Da kommt man sich schon “etwas” verarscht vor. #FAIL!

3 Trackbacks For This Post

  1. Wordpress 2.6 – wirklich ein Grund zur Freude? « AdClicks-Agent.de Says:

    [...] hält sich die Freude etlicher Publisher in Grenzen. Anders als die vielen Blogger, die über jedes WordPress Update jubeln, müssen Publisher eine [...]

  2. Is’ ja gut jetzt, WordPress… - unnamed feelings Says:

    [...] die Neuerungen gibt es unzählige Artikel, klar, jeder will sich seinen Teil vom Traffic abgreifen ;) , ich spare mir an dieser Stelle das [...]

  3. WordPress 2.6 Turbo oder nicht? - Websenat Says:

    [...] Vorteil nicht! Sollte das mal offline probieren ;) Vielleicht macht Google Gears für WordPress keinen Sinn? Das Prinzip von Gears ist eigentlich klar: offline Nutzung von Diensten und Anwendungen; [...]

Leave a Reply

You can add images to your comment by clicking here.