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Ad’hoc Hosting mit Amazon EC2 (Compute Cloud)

Amazon bietet seit geraumer Zeit diverse Web-Services an. Darunter fallen auch “Infrastruktur” Services, die Dienste rund ums Hosting und Storage anbieten. Benannt sind diese Dienste folgendermaßen: Amazon Elastic Compute Cloud, Amazon SimpleDB, Amazon Simple Storage Service und Amazon Simple Queue Service. In diesem Beitrag möchte ich kurz einige Worte zum Compute Cloud verlieren.

Das Amazon Elastic Compute Cloud ist ein Service bei dem man sich über eine API mit dem Amazon Services verbinden kann und flexibel eigene virtualisierte Server aufsetzen kann. Das heißt einfach gesagt, dass ich mich bei Amazon anmelden kann, über diverse Konsolenbefehle in minutenschnelle mir einen eigene Server für beispielsweise einen Blog aufsetzen kann. Man erhält, nachdem der Server durch den Amazon Service bereitgestellt wurde, den kompletten Zugriff auf die virtualisierte Maschine und kann mit dieser im Grunde genommen alles machen, was man mit einer normalen dedizierten Maschine auch machen kann.

Nachdem der Server aufgesetzt ist, kann man sich über den “Elastic IP Addresses” IP Adressen reservieren und den Maschinen zuweisen.

Natürlich ist dieser Service nicht kostenlos, kann jedoch locker mit den Angeboten von vielen Hostern konkurrieren. So kostet die kleinste Maschine die man sich aufsetzen kann 0.10$ pro aktivierter Stunde. Auch der Traffic muss noch mit einigen Cent bezahlt werden, ist jedoch auch preisgünstig.

Die Daten der kleinsten Maschine habe ich mal kopiert:

“1.7 GB of memory, 1 EC2 Compute Unit (1 virtual core with 1 EC2 Compute Unit), 160 GB of instance storage, 32-bit platform”.

Man kann das Ganze auch mit einer Extra Large Instance aufsetzen, die mit 0.80$ pro Stunde berechnet wird und folgende Daten aufweist:

“15 GB of memory, 8 EC2 Compute Units (4 virtual cores with 2 EC2 Compute Units each), 1690 GB of instance storage, 64-bit platform”

Was genau ein EC2 Compute Unit ist, lässt sich hier genau nachlesen. Eine entspricht jedoch einem 1.0-1.2 GHz 2007 Opteron oder 2007 Xeon Prozessor.

Die Anzahl der Server, die man sich aufsetzen kann ist soweit ich gesehen habe erstmal überhaupt nicht limitiert. Das einzige Manko was ich als Europäer feststellen muss sind die hohen Latenzzeiten, sodass der Server leider von hier aus nur mit einer Response-Time von 138ms antwortet (siehe Screenshots).

Aber das liegt einfach an dem großen Teich, denn die Antwortzeiten von der Maschine zu einer amerikanischen Seite (google.com) sind zwischen 20 und 40 ms – also OK.

Die Abrechnung erfolgt in Echtzeit und ist im Amazon Web Services Konto jederzeit abrufbar. Einen Screenshot der Abrechnung meines Accounts habe ich zu Präsentationszwecken auch mal gemacht:

Die Server, die man eingerichtet hat, kann man jederzeit wieder deaktivieren. Die Berechnung stopt auch sofort – nur die angefangene Stunde muss noch vollständig bezahlt werden.

Fazit:

Der Amazon Web Service bietet mit dem Elastic Compute Cloud eine echte Alternative zu div. Hosting Provider. Man kann in minutenschnelle flexibel nach Bedarf neue Maschinen aufsetzen und diese komplett als Root administrieren. Amazon bietet dabei komplett fertige Images von Betriebssystemen an. Die Vergabe von IP-Adresse hat (was mich wunderte) problemlos funktioniert. Wer also schnell mal einen Server benötigt und weder lange Vertragslaufzeiten noch lange Bestellzeiten eingehen möchte, sollte auf diesen tollen Service von Amazon mal einen Blick werfen.

Ich werde das auf jeden Fall im Auge behalten und auch die anderen Services von Amazon mal testen. Wer nach diesem Beitrag immer noch nicht glaubt dass das auch funktioniert, dem sei gesagt, dass dieser Blog ebenfalls auf einer EC2 Maschine von Amazon läuft.

Hier noch eine Links für Interessierte:

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This post was written by:

Ronny - who has written 346 posts on Ronny’s Blog.


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2 Comments For This Post

  1. Martin (1 comments) Says:

    Hallo Ronny,

    ich habe deinen Artikel gelesen. Mich würde interessieren, was du für das Hosten auf Amazon EC2 jetzt für die – anscheinend – 6 Monate gezahlt hast.

    grüße,
    m.

  2. Ronny (58 comments) Says:

    @martin Ich habe das nicht so vor Augen mehr, da ich das nicht 6 Monate lang genutzt habe. Es belief sich aber mit einem Server auf ca. 60$ pro Monat.

3 Trackbacks For This Post

  1. Google App Engine freigegeben » Beitrag » Ronny's Blog Says:

    [...] auch seine App Engine freigegeben hat. Damit steht eine weitere Clustering-Lösung, neben den von mir bereits vorgestellten Amazon WebServices, zu verfügung. Derzeit sind die Leistungen der App-Engine noch etwas limitiert, [...]

  2. Umzug nach Deutschland » Beitrag » Ronny's Blog Says:

    [...] wieder von einem deutschen Server ausgeliefert bekommen. Ich habe mich entschlossen das Blog vom Amazon Cluster wieder weg zu holen, was jedoch nichts mit der sehr guten Qualität von Amazons Service zu tun hat, [...]

  3. Twitter setzt auf Amazons Web Services » Beitrag » Ronny's Blog Says:

    [...] ist ersichtlich, dass Twitter nicht mehr die eigenen Server malträtiert, sondern Amazon mit seinen Speicher-Services beauftragt [...]

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